Das Mädchen vom Bethmannpark

23.1.2018




Das Mädchen vom Bethmannpark

 

Pete Smith


    

 

In dem Roman „ Das Mädchen vom Bethmannpark“ erzählt der Autor Pete Smith eine beeindruckende Geschichte über eine Frau mit Amnesie und einem Ergotherapeut der sich sehr um seine Patienten kümmert.

 

 

Das Cover

 

Ein Foto in schwarz-weiß auf welchem eine junge Frau von hinten in einem Park zu sehen ist, ziert das Foto. In weißen Buchstaben der Titel:“ Das Mädchen von Bethmannpark“. Diese Gestaltung hat mich von Anfang an sehr fasziniert und berührt.

 

 

Der Inhalt

 

Ein junge Frau wird aufgefunden und erinnert sich an nichts, ihr Kopf ist leer. Sie kommt ins Krankenhaus, die Ärzte kümmern sich um ihre Amnesie und die Polizei versucht ihre Identität aufzuklären. Danach kommt sie in eine Rehaklinik, in der Jakob als Ergotherapeut arbeitet. Er kümmert sich sehr um seine Patienten und versucht in ihnen neuen Lebensmut zu wecken, dafür gibt er ihnen eine andere Identität. Penelope, wie sich die junge Frau mittlerweile nennt, begibt sich auf den Weg alles neu zu erlernen , alles neu kennenzulernen – aber bei Jakob zerbricht scheinbar alles, sein Leben gerät außer Kontrolle.

 

 

Meine Meinung

 

Pete Smith hat eine Schreibweise, die mir sehr gut gefällt. Der Stil und die Wahl der Wörter ergaben bei mir ein sehr schönes Leseerlebnis. In seinem Buch „Das Mädchen vom Bethmannpark“ beschäftigt er sich mit dem Thema Amnesie, ein beliebtes Thema in Film und Literatur. Die Recherchen die der Autor zu seinem Buch gemacht hat, merkt man beim Lesen sehr deutlich, er hat sich mit diesem Thema sehr beschäftigt. Allerdings hätte ich mir ein Vorwort gewünscht, in dem der Autor kurz und knapp erklärt das Amnesie sehr unterschiedliche Ausprägungen haben kann, denn so kann sich der Leser glaube ich noch besser in das Buch hinein versetzen.

Ich selber fand die Erlebnisse und Gefühle von Penelope sehr nachvollziehbar, sie haben mich berührt und auch sehr betroffen gemacht. Sie vermitteln dem Leser ein gutes Gefühl davon was es heißt „ leer“ im Kopf zu sein, keine Wurzeln mehr zu haben und sich nicht mehr in der Gesellschaft zu rechten zu finden. Mir hat das sehr gut gefallen und ich finde auch das Penelope hier recht authentisch dargestellt wurde.

Der zweite große Charakter ist Jakob gewidmet, ein Ergotherapeut der seinen Patienten neuen Lebensmut spenden möchte. Meines Erachtens ist es aber der falsche Weg, wie er das macht. Jakob und sein Leben sind aber vom Autor auch auf eine sehr schöne Art beschrieben und beim Lesen ebenfalls wie Penelope bei mir zum Leben erwacht. Ich konnte mit beiden mitfühlen, auch wenn ich nicht immer Jakobs Handeln verstanden habe.

Die Erzählung wird sehr schön beschrieben, es gibt für mich keine langatmige Stellen, es gibt immer wiedermal kleine Überraschungen während der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat.

Leider habe ich aber auch etwas was mir an diesem sonst so fabelhaften und berührenden Roman nicht gefällt. Das Ende ist für mich sehr undurchsichtig gestaltet, es lässt zu viel Raum für Spekulationen und mich als Leser auch mit Fragen zurück. Die größte aller Fragen ist wie es mit Penelope und ihrer Amnesie weiter geht.

 

Fazit

 

Ein Buch was man auf alle Fälle gelesen haben sollte, es hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Ich kann es nur weiter empfehlen. Auf Grund des nicht ganz so geglückten Ende, meiner Ansicht nach, kann ich nur 4 Sterne vergeben leider.

 






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